"Einszweiundzwanzig vor dem Ende"
Mit Heiko Ruprecht, Jan Messutat, Sophie Göbel
Bertrand fühlt sich einsam, orientierungslos und glaubt, all seine Chancen verpasst zu haben. Gerade als er seinem Leben ein Ende setzen will, steht plötzlich ein fremder Mann mit gezogener Pistole vor seiner Tür. Was zunächst wie ein bedrohlicher Überfall wirkt, entwickelt sich zu einem absurden, tiefgründigen und überraschend komischen Schlagabtausch über Lebenssinn, verpasste Träume und die Angst vor dem Tod. Denn der geheimnisvolle Besucher ist niemand Geringerer als der Tod persönlich – der allerdings offenbar an der falschen Adresse gelandet ist. Als Bertrand erfährt, dass eigentlich seine Nachbarin Clémence gemeint war, in die er heimlich verliebt ist, verändert sich plötzlich alles. Statt aufzugeben, versucht er nun verzweifelt, sie zu retten. Er diskutiert mit dem Tod, handelt mit ihm und setzt alles daran, ihren Tod zu verhindern. Dadurch er kennt Bertrand, dass ihm das Leben doch noch etwas bedeutet und dass er seine Gefühle und Wünsche nie wirklich aufgegeben hat.
Am Ende geht es weniger um die Frage, wer sterben wird, sondern vielmehr darum, was Bertrand aus dieser außergewöhnlichen Begegnung gelernt hat. Die Geschichte zeigt, dass manchmal erst die Konfrontation mit dem Tod dazu führt, den Wert des Lebens wirklich zu erkennen. Trotz der Ernsthaftigkeit des Stücks handelt es sich hierbei um eine Komödie, die schwarzen Humor mit tiefgründigen Themen wie Einsamkeit, Angst vor dem Tod und Sehnsucht nach Nähe eindrucksvoll verbindet. Besonders die schnellen und pointierten Dialoge sorgen dafür, dass die Handlung dabei leicht und unterhaltsam wirkt.

Kultur im Kreis Höxter