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Land unterstützt Laienmusikvereine in Corona-Krise mit Sonderhilfsprogramm

Die Landesregierung legt ein Sonderhilfsprogramm in Höhe von 500.000 Euro auf, um die Laienmusikvereine in Nordrhein-Westfalen während der Corona-Krise zu unterstützen. Das entspricht einer Erhöhung um 35 Prozent der regulären Landesförderung von rund 1,4 Millionen Euro. Die Mittel kommen den zahlreichen gemeinnützig organisierten Chören und Musikvereinen zu Gute, die aufgrund von Corona-bedingten Einschränkungen – etwa durch Ausfälle von Proben und Auftritten – in finanzielle Engpässe geraten sind.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.mkw.nrw/presse/Laienmusikvereine_Corona-Hilfe


NRW-Stärkungspaket „Kunst und Kultur“ - Unterstützung für Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinstitutionen  

Mit dem NRW-Stärkungspaket „Kunst und Kultur“ in Höhe von 185 Mio. Euro will die Landesregierung die direkten und indirekten Folgen der Corona-Krise im Bereich der Kultur bewältigen und neue kreative Potenziale in der Kultur in Nordrhein-Westfalen freisetzen.  

Bestandteil des Kulturstärkungspakets bildet ein großangelegtes Stipendienprogramm für freischaffende Künstler*innen in Höhe von 105 Millionen Euro. Mit rund 15.000 Stipendien in Höhe von jeweils 7.000 Euro will das Land für eine Absicherung der Künstler*innen sorgen, die auch noch in den kommenden Monaten mit Beschäftigungsproblemen konfrontiert sein werden, und sie dabei unterstützen, ihre künstlerische Arbeit auch unter den aktuell schwierigen Bedingungen fortzusetzen und so Einnahmen zu erzielen.  

Die Ausschreibung richtet sich an freischaffende, professionell arbeitende Künstler*innen aller Sparten mit Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen. 

Weiter Informationen finden Sie auf der Webseite des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW unter: https://www.mkw.nrw/FAQ_Sofortprogramm

Für Fragen zum Stipendienprogramm wenden Sie sich gerne an das Service-Telefon unter: 0211 / 4684-4999.  


Sonderprogramm „Heimat, Tradition und Brauchtum“  

Die Landesregierung legt ein Sonderprogramm „Heimat, Tradition und Brauchtum“ zur Unterstützung von Vereinen und Verbänden während der Corona-Lage auf.  

Gemeinnützige Vereine oder Organisationen, die im Sinne ihrer satzungsgemäßen Aktivitäten den Bereichen Heimat, Tradition und Brauchtum zuzuordnen sind, sollen zur Überwindung eines durch die Corona-Krise verursachten existenzbedrohenden Liquiditätsengpasses einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen können. Die Unterstützung richtet sich nach dem tatsächlichen Bedarf.  

Anträge können ab dem 15. Juli 2020 bei der Bezirksregierung gestellt werden.  

Voraussetzung für die Gewährung der Sonderhilfe ist die Vermeidung eines durch die Pandemie verursachten finanziellen Engpasses, der zu einer Existenzgefährdung in Form einer drohenden Zahlungsunfähigkeit führen könnte. Die existenzbedrohende wirtschaftliche Lage muss aufgrund des Wegfalls von Einnahmen und/oder nicht zu verhindernder Ausgaben durch die Corona-Pandemie eingetreten sein.  

Weitere Informationen zu dem Sonderprogramm finden Sie unter: https://www.mhkbg.nrw/themen/heimat/sonderprogramm-heimat-2020


Sofortprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstler*innen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise

Mit einer Soforthilfe in Höhe von zunächst fünf Millionen Euro unterstützt die Landesregierung freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten. Sie erhalten eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro.

Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden. Voraussetzung für die Gewährung der Soforthilfe ist die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK) oder einem anderen künstlerischen Verband (z.B. DTKV) – es gibt aber auch Härtefallregelungen. Nachweise von Verdienstausfällen/Absagen müssen entsprechend eingereicht werden; diese Summen sollten möglichst die 2.000 EURO übersteigen. Geringere Ausfallsummen wirken sich dementsprechend auch auf eine geringere Soforthilfe aus.

„Freischaffende Künstlerinnen und Künstler verfügen meist nur über geringe Rücklagen. Wenn Aufführungen, Gigs und Veranstaltungen massenweise wegfallen, geraten sie daher schnell in dramatische Geldnot. Die Soforthilfe verschafft ihnen schnell und unbürokratisch einen finanziellen Puffer, um die Zeit bis zum Anlaufen der großen Rettungsschirme in Land und Bund bestmöglich zu überbrücken“, sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Weitere Informationen sowie das Antragsformular finden Sie unter: www.mkw.nrw/Informationen_Corona-Virus

Anträge auf Soforthilfe sind direkt bei den zuständigen Bezirksregierungen zu stellen.
Für den Kreis Höxter ist die Bezirksregierung Detmold zuständig:
Telefon: 05231 / 711295
E-Mail: dez48kultur@brdt.nrw.de


Grundsätze zur förderrechtlichen Behandlung der Auswirkungen der Coronavirus-Krise

Daneben schaffen zusätzliche Anpassungen im regulären Förderverfahren Sicherheit für die Kultureinrichtungen und -akteure. Grundsätzlich gilt dabei: Bereits bewilligte bzw. derzeit noch in Prüfung befindliche Förderungen in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro werden in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte wegen Corona abgesagt oder verschoben werden müssen.

Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten: So können etwa Ausfallkosten, die durch Absagen entstehen, als zuwendungsfähige Ausgaben im Rahmen der Förderungen anerkannt werden sowie die üblicherweise bei der Verwendung von Fördermittel geltenden Zwei-Monats-Fristen gelockert werden.

Weitere Informationen Sie unter: www.mkw.nrw/Informationen_Corona-Virus